Hinweise für Familien mit einem behinderten Kind zu Hause
  1. Akzeptanz und Verständnis fördern
    Eltern sollten die Behinderung ihres Kindes akzeptieren und sich intensiv mit den spezifischen Bedürfnissen auseinandersetzen. Dies hilft nicht nur, die besten Entscheidungen zu treffen, sondern stärkt auch das Kind emotional.

„Die Akzeptanz der Behinderung ist der erste Schritt, um das Potenzial des Kindes zu fördern und zu entfalten.“Oliver Heine, Inklusion und Elternarbeit (2019)

  1. Selbstfürsorge der Eltern
    Die Pflege eines Kindes mit Behinderung kann emotional wie körperlich belastend sein. Eltern sollten sich selbst nicht vergessen und regelmäßig Pausen einplanen.

„Nur Eltern, die selbst in Balance sind, können ihrem Kind die nötige Stärke und Unterstützung geben.“ Audre Lorde, Self-Care as Activism (1988)

  1. Ein unterstützendes Netzwerk aufbauen
    Der Austausch mit anderen betroffenen Familien, Fachleuten oder Selbsthilfegruppen bietet emotionale Unterstützung sowie praktische Tipps.

„Gemeinschaft ist der Schlüssel, um die Herausforderungen der Pflege und Inklusion zu bewältigen.“ Albert Bandura, Social Learning Theory (1977)

  1. Förderung von Selbstständigkeit und Resilienz des Kindes
    Kinder mit Behinderung sollten ermutigt werden, so viel wie möglich selbst zu tun, um ihre Unabhängigkeit und ihr Selbstbewusstsein zu stärken.

„Resilienz entsteht, wenn Kinder lernen, Herausforderungen zu meistern – unabhängig von ihrer Behinderung.“ Michael Ungar, The Resilience Research Centre (2011)

Bedeutung für die Schule

  1. Individuelle Förderung
    Schulen müssen die individuellen Bedürfnisse jedes Kindes berücksichtigen und spezifische Förderpläne entwickeln. Dies kann durch enge Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrern und Sonderpädagogen erreicht werden.

„Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, die seinen individuellen Fähigkeiten entspricht.“ UNESCO, Salamanca-Erklärung (1994)

  1. Barrierefreiheit und Anpassungen
    Der Zugang zur Bildung sollte barrierefrei gestaltet werden. Dies umfasst bauliche Anpassungen (z. B. Rampen) sowie didaktische und methodische Anpassungen im Unterricht.

„Inklusion bedeutet, dass sich Schulen an die Kinder anpassen – nicht umgekehrt.“ Andreas Hinz, Von der Integration zur Inklusion (2009)

  1. Soziale Integration fördern
    Kinder mit Behinderung sollten aktiv in die Klassengemeinschaft einbezogen werden, um Isolation zu vermeiden. Dies kann durch gemeinsame Projekte, Teamarbeit und Sensibilisierungsmaßnahmen für alle Schüler unterstützt werden.

„Inklusion ist nur dann erfolgreich, wenn sie die soziale Akzeptanz von Vielfalt fördert.“ Klaus Klemm, Bildungsgerechtigkeit und Inklusion (2015)

Maßnahmen, die Eltern für die Inklusion ergreifen können

  1. Zusammenarbeit mit der Schule
    Eltern sollten regelmäßig mit Lehrern und Sonderpädagogen kommunizieren, um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse ihres Kindes erfüllt werden.

„Die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule ist der Schlüssel zur erfolgreichen Inklusion.“ Hans Wocken, Inklusion: Anspruch und Wirklichkeit (2013)

  1. Förderung sozialer Kompetenzen
    Eltern können ihrem Kind helfen, soziale Kompetenzen zu entwickeln, indem sie es ermutigen, Freundschaften zu schließen und an außerschulischen Aktivitäten teilzunehmen.

„Soziale Fähigkeiten sind entscheidend, um ein inklusives Umfeld zu schaffen, in dem Kinder mit Behinderung gedeihen können.“ Lev Vygotsky, Interaktion und Lernen (1978)

  1. Einfordern von Rechten
    Eltern sollten sich mit den rechtlichen Grundlagen der Inklusion vertraut machen, wie z. B. der UN-Behindertenrechtskonvention, um sicherzustellen, dass ihr Kind die bestmögliche Unterstützung erhält.

„Es ist die Aufgabe der Eltern, für die Rechte ihrer Kinder einzustehen und auf Chancengleichheit zu bestehen.“ Anne Peters, Menschenrechte und Inklusion (2010)

  1. Sensibilisierung des Umfelds
    Eltern können dazu beitragen, das Bewusstsein für die Bedürfnisse ihres Kindes in der Schule und in der Gemeinschaft zu schärfen. Workshops oder Gespräche mit Lehrern und Mitschülern können dabei helfen, Vorurteile abzubauen.

„Inklusion beginnt mit der Bereitschaft, die Perspektive des anderen zu verstehen.“ – Richard Sennett, Respect in a World of Inequality (2003)

Fazit

Die Pflege und Förderung eines Kindes mit Behinderung erfordert Engagement, Geduld und Zusammenarbeit. Eltern spielen eine entscheidende Rolle, indem sie nicht nur die Entwicklung ihres Kindes unterstützen, sondern auch aktiv an der Gestaltung eines inklusiven Umfelds in der Schule und in der Gesellschaft mitwirken. Durch Wissen, Netzwerke und gezielte Maßnahmen können Sie dazu beitragen, dass Ihr Kind sein volles Potenzial entfaltet und ein erfülltes Leben führt.

Reflexionsfragen

  1. Welche zusätzlichen Maßnahmen könnten Sie ergreifen, um die Inklusion Ihres Kindes in der Schule und im sozialen Umfeld aktiv zu fördern?

  2. Wie gut gelingt es Ihnen aktuell, ein Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen Ihres Kindes, Ihrer Familie und Ihrer eigenen Selbstfürsorge zu finden? Was könnten Sie verbessern?

  3. Welche weitere Unterstützung könnten Sie nutzen, um die Entwicklung Ihres Kindes und Ihre Rolle als Elternteil weiter zu stärken?

Autor

Dr. Karl-Maria de Molina

CEO & Co-Founder ThinkSimple.io

Projektleiter und Vorstand Family Valued

Weitere Information im Buch: „Die Renaissance de Familie“https://backup.hellas-media.gr/renaissance-der-familie/

Family Valued

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